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Zum Rücktritt Milbradt

Eine längst überfällige Aktion

Endlich hat sich Herr Milbradt überwunden, vom Amt des Sächsischen Ministerpräsidenten zurückzutreten. Er war sich selbst wohl der devoten Unterstützung seiner CDU-Basis nicht mehr sicher. Es hat sich ja einiges an skandalösen Dubiositäten angehäuft. Gab es da nicht doch schon Moscheleien unter und oder mit Herrn Biedenkopf? War er als Finanzminister nicht auch schon recht undurchsichtig? Die Sächsische Korruptionsaffäre lässt viele Fragen offen und ist noch lange nicht in Sack und Tüten. Viele Fragen um den großen Skandal Sachsen-LB. Wozu eine Tochter der Sachsen-LB in Irland? Wegen der Kartengucker? Wieviel uns Sachsen das am Ende wirklich kosten wird, mag noch keiner zu sagen. Obendrein macht er auch noch als Regierungschef Privatgeschäfte mit Insiderwissen zum privat-persönlichen Vorteil. Und immer wurde er von seiner devoten breiten Parteibasis gestützt. Eine plausible Erklärung, warum er Herrn Schimpf mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet hat, ist noch offen. Für Wasserträger war diese Auszeichnung sicher nicht erfunden worden. Sie ist eben auch nicht mehr, das was sie einmal war.

Herr Milbradt sollte den immensen Schaden zu Lasten der Sachsen aus der eigenen Tasche bezahlen. Nur das ist logische Konsequenz.

Um so erstaunlicher, dass es Leute und Verbände gibt, die Herrn Milbradt nach all diesen Ereignissen auch noch wirtschaftliche Kompetenz nachsagen. Die können doch nur von der CDU sein.

Gotthard Ringel